Die breite Unterstützung unserer Initiative
Eine Initiative von:
Austrian Medical Students' Association (AMSA): Website
Junge Allgemeinmedizin Österreich (JAMÖ): Website
ÖH MedUni Graz: Website
Unterstützt von:
World Organisation of Family Doctors (WONCA): Website

Harvard Medical School: Website

Der Lehrpraxis: Logo Download

Doc & Doc: Website

Österreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖGAM): Website

Sowie: WIGAM, NÖGAM, BUGAM, SAGAM und TGAM.
Universitätslehrgang Public Health (Graz): Website

Unterstützungserklärungen:
Professor Dr. Chris van Weel, President World Organisation of Family Doctors
"As the president of the World Organization of Family Doctors, Wonca, I strongly support the campaign of the Junge Allgemeinmedizin Österreich to make general practice stronger, and in particular their objective to organize a larger part of the general practice specialty training in general practice and by general practitioners."
Unsere Initiative wird vom Präsidenten der weltweiten Allgemeinmediziner folgendermaßen unterstützt:
Videobotschaft Professor Chris van Weel
Professor Dr. Gordon Moore, Harvard Medical School, Department of Population Medicine
"General practice is the essential ingredient of every successful health care system in the developed world. With excellent general practice in place, a national health care system can provide its citizens with affordable, comprehensive, personal, and accessible care, delivered locally to high standards."
Professor Ngaire Kerse, Head of the Department of General Practice and Primary Health Care, Auckland, New Zealand
"As a professor of General Practice and Primary health care at the University of Auckland and have undertaken specialist family practice training in the United States on America, Australia and New Zealand. I fully support the future cohort of family doctors in Austria. Strong primary care strengthens efficient health care delivery, improves outcomes at a population level compared with countries with less developed primary care. Vocational Training in general practice/family medicine must be coordinated by peers and be conducted in the setting where the discipline will be delivered. Most OECD nations recognize a specialist vocational scope of general practice/family medicine and sanction training in general practice by general practitioners. Standards, assessment and maintenance of professional standards can be developed by a professional body representing the discipline. The development of academic research and teaching within the university systems lags behind vocational training and is essential to development of the discipline."
Dr. Clare Taylor, Past-chair of the Associates in Training Committee, RCGP, London
"General practice is a complex specialty and a high degree of expertise is required to be a good GP. GP training needs to teach a person centred approach to family medicine and ensure the doctor is competent in managing multiple medical conditions and a degree of medical uncertainty within the psychosocial context. These skills are best learnt within the specialty itself and in the UK, GPs in training spend 18 months working in general practice in addition to their hospital training posts. This gives a good balance of seeing specialist hospital care and learning within the specialty where they will work for the remainder of their careers."
Dr. Sonia Roache-Barker, Executive Director Caribbean College of Family Physicians
"We definitely support your stand. And in our region - which has to look after English, Dutch, French and Spanish speaking patients and doctors trained locally, as also in the UK, British Commonwealth and Europe and in North and Latin America our medical schools have committed themselves to training our new breed of Family Doctors in the ambulant (community) setting as well as in hospital. We have offerred postgrad training towards a DM (Family Medicine) for some years now, and since upgraded our Curriculum- effective 2002 to a distance teaching programme on all the campuses of the University of the West Indies in Jamaica, Trinidad, Barbados, Bahamas and all the British islands. Parallel work is in train as well in the other medical schools in the region and we all subscribe to training in the ambulant setting, emphasizing as well teamwork with the other health related disciplines that care for the patient who is the central focus. We include as well- public health related issues- water, safety, education etc.
There is still a heavy funding and human resources thrust towards facilitating the MPH and DPH (Public Health) programmes but I believe what we and the public have been saying about Family Medicine plus the long tradition in the islands of the "Family (Country) Doctor" - all round competent, caring, patient centred doctors - is resonating with our politicians and policy makers."
Professor Dr. Michael Kochen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM)
"Ich beglückwünsche die österreichischen Kolleginnen und Kollegen zu ihrem mutigen Schritt, weltweit geltende Standards sowohl der Aus- und Weiterbildung als auch der Berufsausübung für sich und ihr Land einzufordern. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, die - mit ähnlichen Problemen konfrontiert - bereits etliche Erfolge in derselben Richtung erzielt hat, unterstützt die Bemühungen um ein qualitätsorientiertes Gesundheitswesen mit klaren Koordinationsaufgaben für die Hausärzte. Wir sichern Ihnen unsere uneingeschränkte Solidarität zu und senden herzliche nachbarschaftliche Grüße."
Professor Dr. Norbert Donner-Banzhoff, Professor für Allgemeinmedizin, Philipps Universität Marburg
"Die Initiative von AMSA und JAMÖ ist von großer Bedeutung: nur mit einer starken und kompetenten Allgemeinmedizin können unsere Gesundheitssysteme die künftigen Herausforderungen meistern.
Eine moderne Allgemeinmedizin ist aber nicht umsonst zu haben, sie ist auch nicht das Abfallprodukt einer Hi-Tech-Medizin, die sich in Spezialisierung verzettelt. Vielmehr müssen Regierung und Ärzteschaft hier eine bewusste Entscheidung treffen.
Ziel muss sein
- dass jede Studentin und jeder Student ein Praktikum in der Allgemeinpraxis absolviert
- dass künftige Allgemeinärztinnen und -ärzte mindestens ein Jahr in ihrem künftigen Arbeitsgebiet unter Supervision tätig sind. Dazu sind didaktisch gut vorbereitete und extra vergütete Weiterbildungs-Praxen notwendige Voraussetzung.
Ich wünsche euch viel Erfolg!"
MR Dr. Gustav Kamenski, Präsident NÖGAM, Univ. Lektor für Allgemeinmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien
"Die primärärztliche allgemeinmedizinische Versorgung ist das Rückgrat jedes modernen effizienten Gesundheitssystems. Der Allroundarzt, der rasch und zusammenschauend beratet, war und ist für ein soziales Gesundheitssystem unersetzlich.
Durch unentschuldbare Versäumnisse der österreichischen Gesundheitspolitik wird die Allgemeinmedizin in Österreich
kontinuierlich geschwächt und für junge engagierte ÄrztInnen unattraktiv. Diese Entwicklung kann und muss gestoppt und ins Gegenteil verkehrt werden!
Dafür macht sich die Initiative der JAMÖ, der jungen Allgemeinmedizin in Österreich, stark. Ich unterstütze in höchstem Maße diese von begeisterten jungen AllgemeinärztInnen ins Leben gerufene Aktion und fordere alle verantwortlichen PolitikerInnen und unsere Standesvertretung auf sich mit allen Kräften für die Verwirklichung der in dieser Initiative erhobenen Forderungen und Wünsche einzusetzen.
Ein um die Zukunft der österreichischen Allgemeinmedizin mehr als besorgter MR Dr. Kamenski Gustav."
Dr. Ingrid Pichler, 1. Vizepräsidentin NÖGAM, Lehrbeauftragte der MedUni Wien
"Nach 30 Jahren Allgemeinpraxis gehöre auch ich zu denen,die in absehbarer Zeit in den Ruhestand treten werden.Viel hat sich verändert. Waren Konsultationen früher oft "Symptom-gesteuert" (bedeutet:Patient sucht Arzt
auf weil "etwas nicht stimmt") so überwiegt heute in der Praxis der "Langzeitpatient".Chronische Erkrankungen wie Gefäßsklerose, Diabetes oder Erkrankungen des Bewegungsapparates können besser behandelt werden, einem Fortschreiten kann vorgebeugt werden und der Prävention kommt eine große für den Arzt an der Basis die größte Bedeutung zu. Er kennt das soziale Umfeld und die sonstigen Arbeits- und Umweltbedingungen seines Klientel.Durch die zunehmende Überalterung- zu der ja jeder von uns schlußendlich beitragen möchte-verstärkt sich auch die Multimorbidität.Bei der Behandlung ist dann konsensuelle Prioritätensetzung gefragt.In keinem Krankenhaus, auch nicht in der Spezialambulanz,kann ein Jungmediziner diese Beratungs-fertigkeiten und den Umgang mit unausgelesenen Beschwerdebildern lernen. Ich unterstütze daher die Aktivitäten der "Jungen Allgemeinmedizin", da auch ich einmal älter geworden, einen kompetenten am tatsächlichen Objekt ausgebildeten Ansprechpartner und beratenden Koordinator begegnen möchte."
Dr. Gottfried Thalhammer, Allgemeinmediziner, Lehrbeauftragter der MedUni Graz
"Ich unterstütze die Initiative der JAMÖ und ihrer Partnerorganisationen.
Kein Fachgebiet ist so unmittelbar mit der gesundheitlichen Grundversorgung der Bevölkerung verbunden wie das Fach Allgemeinmedizin. Bis vor einigen Jahren war diese allgemeinmedizinische Grundversorgung so selbstverständlich, dass sowohl an den Universitäten als auch in der Weiterbildung keine wesentlichen strukturellen Weiterentwicklungen implementiert wurden.
Die neuen Herausforderungen an die Gesundheitsversorgung durch die geänderten Lebensbedingungen und demographischen Entwicklungen erfordern nun auch in Österreich gravierende Änderungen in den Gesundheitsstrukturplänen und in der Aus-und Weiterbildung. Hand in Hand geht damit die dynamische Entwicklung des Fachgebietes Allgemeinmedizin in seiner Wissenschaftlichkeit und Professionalität.
Gesundheitssysteme, die auf einer wirksamen Primärversorgung durch gut ausgebildete niedergelassene Ärzte für Allgemeinmedizin/Hausärzte aufbauen, bieten eine klinisch wirksamere und ökonomischere Form der Betreuung, als Systeme mit niedrigerer Wertigkeit der Primärversorgung."
Maria M. Hofmarcher, Ökonomin und Expertin für Public Health, Gesundheit Österreich GmbH
"HausärztInnen in Österreich brauchen eine umfassende Ausbildung, die ein fachärztliches Niveau aufweist. Sie muss sich am zukünftigen Versorgungsbedarf orientieren, der sich in der Hauptsache um die Versorgung chronisch Kranker drehen wird. In diesem Zusammenhang wird es auch notwendig sein, dass HausärztInnen bzw. ihre MitarbeiterInnen verstärkt Koordinationsfunktionen übernehmen um sicherzustellen, dass PatientInnen nicht unnötig im System herumirren. Die Übernahme dieser Aufgaben muss mit einer grundlegenden Änderung der Organisationsstruktur der hausärztlichen Versorgung einhergehen, sowie mit einer Änderung der Bezahlungsstruktur, die in Richtung „gemischte Praxispauschale“ zu entwickeln ist."
Dr. med. Dipl. oec. Marcus Redaèlli, Arzt und Gesundheitsökonom, Private Universität Witten/Herdecke
"Die Allgemeinmedizin ist das Herzstück der versorgenden Medizin. Keine andere Fachdisziplin bildet jedenfalls das Spektrum der Erkrankungen in der Fläche so intensiv ab. Daher ist eine zeitgemäße und adäquate Ausbildung das Fundament des Gesundheitssystems von morgen. Denn Qualität, Effektivität und Effizienz in der Versorgung lassen sich nur durch gut ausgebildete Fachärzte für Allgemeinmedizin erreichen. Insofern ist die Initiative der AMSA zu begrüßen und uneingeschränkt zu unterstützen."
Martin Rümmele, Gesundheitsjournalist und Buchautor, www.zukunftgesundheit.at
"Österreich hat die teuersten Krankenhäuser und in einigen Bereichen eine ebenso teure ambulante, fachärztliche Versorgung. Für die Menschen, das Gesundheitssystem und nicht zuletzt auch für einen sinnvollen, effizienten Einsatz der Gelder ist eine allgemeinmedizinische Versorgung im niedergelassenen Bereich wichtig. Doch statt diese Angebote für die Zukunft zu sichern und zu verbessern, wird hier gebremst und gespart. Ich unterstütze deshalb die Initiative der jungen und kommenden AllgemeinmedizinerInnen."
Dr. Harald Kamps, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Public Health, Berlin & Norwegen
"Fachärzte sind gut für Krankheiten. Hausärzte sind gut für Menschen, die krank sind - oder fürchten, krank zu werden. Dies kann man nur beim Hausarzt lernen. Dazu braucht es auch mehr allgemeinmedizinische Forschung und Lehre. Ein gesundes Gesundheitswesen braucht den Facharzt für Allgemeinmedizin. Viel Erfolg."
Dr. Kurt Pinter, Allgemeinmediziner
"Ich bin seit bald 30 Jahren praktizierender Allgemeinmediziner, führe seit 1989 eine anerkannte Lehrpraxis und bin sehr erfreut darüber , daß sich nun wieder eine Initiative in Sachen Allgemeinmedizin formiert. Ich möchte auch an der Diskussion teilnehmen; ist eine Anmeldung erforderlich?
Ich bin darüber entsetzt, daß wir von den sog. „Experten“ in eine medizinische „Sackgasse“ getrieben werden (immer mehr Bürokratie, immer weniger „echte“ Medizin und dazu die „Versorgungszentren“ in Aussicht), unsere Standesvertretung kann, oder will dieser Entwicklung offensichtlich nichts entgegensetzen! Die Situation der ohnedies schon „schwerstkranken“ Lehrpraxis wird durch immer schlechter, nicht zuletzt durch die Einführung des Kollektivvertrages durch die ÄK (ohne vorherige Anpassung der Förderungen !!) den diese ,wie man hörte „aus Sorge um den Fortbestand der Lehrpraxis“ , initiiert hat. Diese, in der Ärztezeitung vom 10.11.2009 als „Fortschritt“ und „Win-Situation“ gepriesene Regelung wird der Lehrpraxis das, ohnehin schon zaghaft flackernde Lebenslicht endgültig ausblasen, da die Alleinfinanzierung der (zu Recht als besser vielgerühmten Ausbildung in der Praxis) unmöglich ist. Eine Besserung der Situation ist trotz jahrzehntealten Versprechungen : „Aufwertung der Allgemeinmedizinischen Praxen“ oder neuerer „Aufwertung der „Zuwendungsmedizin“ so wahrscheinlich, wie der berühmte „Schneesturm im August“ (Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren!)."
Dr. Gerald Bachinger, NÖ PatientInnen- und Pflegeanwalt
"Ausbildung und berufsbegleitende verpflichtende Fortbildung sind die Schlüsselelemente und der Erfolgsfaktor für den neuen Facharzt für Allgemeinmedizin in einem modernen öffentlichen Gesundheitssystem. Die ganzheitliche und integrative Betreuung der Patienten unter Überwindung der vielfältig noch bestehenden Schnittstellen der Gesundheitseinrichtungen erfordert einen bestens und umfassend ausgebildeten Facharzt für Allgemeinmedizin. Die "erste Adresse" für ein patientenorientiertes öffentliches Gesundheitssystem, das kosteneffektiv und qualitätsoptimiert arbeiten will, ist ein niedrigschwelliger Zugang zu einem Allgemeinmediziner, der sich nicht als Einzelkämpfer, der seine persönliche ärztliche Kunst ausübt, sieht, sondern als wichtigen und elementaren Baustein in einem strukturiert aufgebauten und abgestuft arbeitenden öffentlichem Gesundheitssystem mit nachgewiesener Qualität."
Professor Dr. Thomas Kenner, Rektor der Universität Graz, a.D.
"Da ich schon immer Befürworter von Allgemeinmedizin im Medizinstudium war und bin, befürworte ich auch jede Initiative zur weiteren notwendigen Verbesserung der Situation."




