05-06-2008 Der ewige Gärtner

Zum letzten Filmabend vor dem Sommer haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen!
Am Ufer des Turkana Sees in Kenia wird die Leiche der schwangeren Aktivistin Tessa Quayle (Rachel Weisz) aufgefunden. Ihr Ehemann Justin (Ralph Fiennes), Diplomat des britischen Hochkommissariats in Nairobi, begibt sich völlig verzweifelt auf die Suche nach den Hintergründen des Verbrechens und muss entdecken, dass Tessa offensichtlich einem Komplott auf der Spur war, in dem sowohl ein großes Pharmaunternehmen als auch seine eigene Regierung verwickelt ist. Als er die Spur weiterverfolgt, gerät er jedoch selbst in die Schusslinie.
Die Verfilmung von John le Carrés Roman The Constant Gardener ist eine atemberaubende Bilderflut, die einen fasziniert und zutiefst berührt zurücklässt. Regisseur Fernando Meirelles, der sich zuvor mit dem ehrgeizigen Projekt „City of God“ einen Namen gemacht hat, beeindruckt mit seinem stilistischen Können auf der ganzen Linie und kreiert ein erschütterndes Bild von der Ausbeutung Afrikas, in dem seine Darsteller zu Höchstformen auflaufen – allen voran Rachel Weisz, die, obwohl ihr Charakter nur in Rückblenden zu sehen ist, einen derart starken Eindruck hinterlässt, dass ihre Präsenz den ganzen Film hindurch spürbar ist.
Da das Thema „Access to essential medicine“ bereits das ganze letzte Jahr ein großes Thema innerhalb der IFMSA, der Mutterorganisation der AMSA, ist, haben wir uns nun im Rahmen des letzten „Movies & Medicine“ der global wichtigen Frage gewidmet, wie sich Pharmakonzerne und Entwicklungsmedizin zueinander verhalten. Als Gastredner durften wir den ehemaligen Kinderarzt Prof. Dr. Hellfried Rosegger (Urenkel des berühmten steirischen Schriftstellers Peter Rosegger) begrüßen, der selbst schon zahlreiche Erfahrungen an vorderster ärztlicher Front in Ländern der Dritten Welt sammeln konnte und aufwühlende und hochinteressante Einblicke in die Thematik gab. Ein wirklich gelungener Abschluss!
Das Projekt "Movies & Medicine" wird auch nächstes Jahr, wenn auch unter anderer Organisation, weitergehen. Ich bedanke mich jetzt schon herzlich bei meinen Nachfolgern und auch bei dem zahlreichen Publikum, das immer wieder bei den bisherigen Abenden erschienen ist und mir positives Feedback gegeben hat. Vielen Dank - es war eine tolle Zeit!
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Informationen zum nächsten Termin erhält ihr auf der allgemeinen Movies & Medicine-Seite oder durch unseren Newsletter, die InfoLine. |
Thomas Memmer




