20-11-2007 Requiem For A Dream

Die Sommerpause ist vorbei! „Movies & Medicine“ startet ins dritte Jahr!
Ein Traum von Selbstverwirklichung. Ein Traum einer glücklichen Zukunft. Ein Traum die eigene Mutter mit Stolz zu erfüllen. Ein Traum noch einmal im Leben zu glänzen. Vier Träume von vier Personen, deren Schicksale tragisch miteinander verknüpft sind. Eindringliche Bilder, untermalt mit wunderschöner hypnotischer Musik, zeigen uns den sukzessiven Verfall von Harry, Tyrone und Marion, die durch Drogenhandel in einer schäbigen amerikanischen Vorstadt ihre bescheidenen Ziele erreichen wollen, und Harrys vereinsamter Mutter Sara, die Diätpillen für ihren ersehnten Auftritt in ihrer Lieblings-TV-Show schluckt und immer mehr den Bezug zur Realität verliert.
Ausnahmeregisseur Darren Aronofsky ist hier wahrlich ein künstlerisches Meisterwerk geglückt, das sich umbarmherzig in die Erinnerung seines Publikums frisst. Vom eigenwilligen Einsatz von Speed Cuts und ungewöhnlichen Montagen zur Darstellung eines Drogenrausches über den einmalig gelungenen Soundtrack des Kronos Quartett bis hin zu den sagenhaften Performances der Hauptakteure ist an diesem Film wirklich alles perfekt. Nur eines muss warnend gesagt werden: "Requiem For A Dream" ist definitiv nichts für schwache Nerven.
Trotz dieser Warnung hat sich Gott sei Dank niemand von diesem gelungenen Film abschrecken lassen :-) Der Hörsaal war übervoll, knapp 100 Studenten ließen sich beeindrucken und bekamen im Anschluss interessante und schockierende Einsichten ins reale Leben von Drogensüchtigen von Dr. Gustav Mittelbach, der seit Jahren in seiner Praxis im SMZ Liebenau Betroffene betreut.
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Thomas Memmer




