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19-04-2007 Das Meer in mir


Seit nun fast 30 Jahren ist der Seemann Ramón Sampedro ans Bett gefesselt. Mit 25 Jahren brach er sich bei einem Sturz ins flache Wasser das Genick. Das Meer in seinem inneren Auge, das er früher bereist hat, ist sein Sinnbild für längst vergangene glückliche Zeiten. Sein sehnlichster Wunsch ist es in Würde zu sterben, doch sein Bruder, der ihn pflegt, will davon nichts wissen. Jahrelang kämpft er vor Gericht um das Recht seinem Leben ein Ende setzen zu dürfen. Hoffnung findet er jedoch in der Fabrikarbeiterin Rosa, die sich mit dem Tetraplegiker anfreundet und schließlich auch lernt ihn und seinen verzweifelten Wunsch zu verstehen.


Alejandro Amenabar („Abre los ojos“, „The Others“) gelingt eine eindringliche Verfilmung der Biographie des querschnittgelähmten Galiciers, der bravourös von Javier Bardem verkörpert wird. Die Tatsache, dass er nur sein Gesicht zum Ausdruck seiner Gefühle verwenden kann, macht seine Darstellung noch beeindruckender. Zweifellos hat der Film dieser intensiven Performance den Oscar und Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film 2005 und zahlreiche andere Preise zu verdanken.


Um aktive Sterbehilfe geht es also beim zweiten Innsbrucker „Movies & Medicine“-Filmabend, und wir hoffen natürlich die Erfolgsreihe mit einem aufregenden Film und spannenden Diskussionen mit Prof. Hinterhuber von der Psychiatrie und Prof. Baumgartner aus der Ethikkommission würdig fortzusetzen.



Informationen zum nächsten Termin erhält ihr auf der allgemeinen Movies & Medicine-Seite oder durch unseren Newsletter, die InfoLine.


Thomas Memmer