22-03-2006 Fight Club

„Übermut. Chaos. Seife.“
Mit dieser Tagline unter dem Titel lässt sich bereits erahnen, dass man es hier mit keinem gewöhnlichen Film zu tun hat. Schon nach dem Intro, einer irrwitzigen Fahrt durch menschliche Gehirnwindungen, die auf dem Lauf einer Pistole endet, ist aus dieser Ahnung Gewissheit geworden: David Fincher (Regisseur von „Sieben“ und „The Game“) ist hier ein verstörendes Meisterwerk gelungen.
Der namenlose Erzähler (Edward Norton) ist sich schon seit langem der Bedeutungslosigkeit seines von hohlen gesellschaftlichen Normen bestimmten Lebens bewusst. Er leidet an permanenter Schlaflosigkeit und besucht als Elendstourist Selbsthilfegruppen, um sich selbst besser zu fühlen. Als er auf den Seifenverkäufer Tyler Durden (Brad Pitt) trifft und seine Wohnung durch eine Gasexplosion verliert, verändert sich sein Leben auf eine Weise wie er es sich in seinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Die beiden erleben den ultimativen Kick, als sie sich nach einer Sauftour nur so zum Spaß selbst verprügeln, und gründen schließlich den „Fight Club“. Was der Erzähler nicht ahnen kann, ist dass Tylers Pläne noch viel weiter reichen, und plötzlich findet er sich in einem Strudel aus Terror und Gewalt wieder, aus dem er wegen einer schockierenden Tatsache nicht entkommen kann.
Die erste „Movies & Medicine“-Veranstaltung mit Prof. Scheer von der Psychosomatik als Gastredner zum Thema „Schizophrenie“ verlief überaus erfolgreich. Ein faszinierender Film, interessante Einsichten über die Krankheit und zahlreiche Anekdoten sorgten für einen kurzweiligen Filmabend.
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Thomas Memmer




