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18-01-2007 Unbreakable


Ist David Dunn (Bruce Willis) wirklich nur ein Glückspilz? Als einziger hat er ein verheerendes Zugunglück überlebt, noch dazu ohne einen Kratzer. Während er selbst noch versucht, mit dieser Situation klarzukommen und sein zerrüttetes Familienleben irgendwie wiederherzustellen, wird er mit einer eigenwilligen Theorie konfrontiert. „Wie viele Tage in Ihrem Leben waren Sie krank?“ fragt ihn der Comickunsthändler Elijah Price (Samuel L. Jackson), der an der an der äußerst seltenen Glasknochenkrankheit Osteogenesis imperfecta leidet. Bei seiner Suche nach der Antwort stößt David auf dunkle Geheimnisse – sowohl auf die anderer als auch auf seine eigenen.


Regisseur M. Night Shyamalans zweiter Streich nach dem Welterfolg „Der sechste Sinn“ ist keine leichte Kost. Seine Mär um einen möglichen Superhelden, der sich selbst findet, zeigt keine wallenden Capes, schrille Farben oder überzogene Actionszenen. Statt dessen bietet sich dem Zuschauer ein analytisches Psychogramm einer Familie, für die plötzlich die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt, und eine faszinierende Herangehensweise an eine kaum bekannte Krankheit.


Dieser spannende Film bietet Anlass, sich beim ersten „Movies & Medicine“-Filmabend im neuen Jahr mit Osteogenesis imperfecta zu beschäftigen, einer Krankheit, die in sämtlichen Vorlesungen eigentlich nur eine Randrolle einnimmt und die doch für die Menschen, die an ihr leiden, unvorstellbare Folgen hat.


Den Abend kann man nun auch wirklich ruhigen Gewissens als gelungenen Start ins neue Jahr bezeichnen. Natürlich sorgte der Film für geteilte Meinungen, aber Prof. Dobnigs humorvolle und interessante Schilderungen zu dieser Erkrankung rundeten das vierte "Movies & Medicine" gelungen ab.


Bilder vom M&M


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Thomas Memmer