Crossing Borders - 4. Symposium von AMSA und IPPNW
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Allgemeines

Wann?
11. & 12. März 2011
Wo?
AKH Wien, Ebene 7, Hörsaalzentrum
Wer?
Austrian Medical Students' Association (AMSA)
International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW)
Etwa eine Million Menschen die in Österreich leben wurden nicht im Land geboren.
Der demographische Wandel der letzten 20 Jahre hat den Staat und seine Institutionen nachhaltig verändert. Gerade im Gesundheitssystem kommen daher neue Herausforderungen auf uns zu.
Während technische und pharmakologische Neuerungen in den Medien omnipräsent sind, wird wenig über die Auswirkung gesellschaftlicher Veränderungen auf die medizinischen Institutionen reflektiert. MigrantInnen spielen nicht nur als PatientInnen eine wichtige Rolle, sondern sind unentbehrliche Arbeitskräfte in unserem Versorgungssystem.
Die seit jahrzehnten bestehen Barrieren in unserem Gesundheitswesen erschweren ein kollegiales Miteinander im Spital, gerade in Zeiten zunehmender internationaler Mobilität. Schulungen zur interkulturellen Kompetenz in Gesundheitsberufen, flächendeckende Dolmetsch-Angebote sind kaum etabliert oder herkunftsspezifische Gesundheitsstatistiken sind bis heute kaum etabliert.
Differierende Vorstellungen verschiedener Kulturen und Mentalitäten zur Bedeutung von ,,Gesund" und ,,Krank", zu Leben und Tod im Allgemeinen sowie in unseren Breiten weniger Krankheitsbilder bringen neue Herausforderungen in der Diagnostik und Therapie.
Gerade als Studierende haben wir die Aufgabe bestehende Problematiken, welche im hektischen Medizineralltag oft nur am Rande wahrgenommen werden, aufzuzeigen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Das brachte die zwei Vereine ,,AMSA" und ,,IPPNW" an einen Tisch.
Seit 2007 organisieren wir gemeinsam Informationsveranstaltungen zu humanitären und sozialkritischen Thematiken in der Medizin. Mit ca 400 TeilnehmerInnen war das Symposium im Jänner 2010 ,,Als ich neulich in Afrika die Welt retten wollte" ein großer Erfolg. Dieses Jahr sind wir deutlich ambitionierter - wir wollen noch mehr Menschen erreichen und für unser Engagement begeistern!
Mit freundlicher Unterstützung von:
Wiener Programm für Frauengesundheit
www.frauengesundheit-wien.at
Ärztekammer Österreich
www.aerztekammer.at
Österreichisches Aussenministerium
www.bmeia.gv.at
na bum stageproject
www.djembe.at/djembe/stage/nabum
Ingo Vogel
www.vogl-kabarett.at
Talent Mensch sein
talentmenschsein.wordpress.com
Programm
| 13:00 - 13:15 | Eröffnung: Chor der Medizinischen Universität Wien |
| BLOCK 1 | Moderation: Theresia Pöll und Johannes Wukowits |
| 13:30 - 14:20 | Sprachliche und kulturelle Barrieren im Gesundheitswesen Dr. Mag. Marlene Sator; Institut für Sprachwissenschaften, Universität Wien |
| 14:20 - 15:00 | Die Rolle der Migration bei Infektionskrankheiten in Österreich Univ.-Prof. DDr. Wolfgang Graninger; Medizinische Universität Wien |
| 15:00 - 15:30 | Kaffeepause |
| BLOCK 2 | Moderation: Theresia Pöll und Johannes Wukowits |
| 15:30 - 16:10 | Health Care in NowHereland - Frameworks of Service Provision for Undocumented Migrants in the EU Dr. Sonja Novak-Zezula; Zentrum für Migration und Gesundheit |
| 16:10 - 17:00 | Rechtliche Aspekte der medizinischen Versorgung für MigrantInnen/AsylwerberInnen - Theorie und Praxis Prim. Univ.-Doz. Dr. Siroos Mirzaei; Institut für Nuklearmedizin, Wilhelminenspital Wien; Verein Hemayat/Amnesty International |
| 17:00 - 17:30 | KABARETT Mag. Ingo Vogl; Sozialarbeiter und Medizinkabarettist aus Salzburg; Infos und aktuelles Programm unter http://www.vogl-kabarett.at |
| 17:30 | Ende |
| BLOCK 3 | Moderation: Gerda Görig und Johannes Wukowits |
| 09:30 - 10:20 | Health and Migration in the European context: Relevance of qualitative data collection to the EU policy implementation process Yuki Seidler, MA; Universität Wien, Internationale Entwicklung; London School of Hygiene and Tropical Medicine |
| 10:20 - 11:10 | Interkulturelle seelische Gesundheit - eine politische und humanitäre Chance für Mitteleuropa Univ.-Prof. Dr. Wielant Machleidt; Abteilung Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Universität Hannover |
| 11:10 - 11:30 | Kaffeepause |
| 11:30 - 12:30 | WORKSHOPS I |
| 12:30 - 13:30 | Mittagspause KONZERT |
| 13:30 - 14:30 | WORKSHOPS II |
| 13:30 - 14:30 | Aktuelle Herausforderungen für die medizinisch-humanitäre Hilfe Sabine Kampmüller; Ärzte ohne Grenzen - Médecins Sans Frontières (MSF) |
| BLOCK 4 | Moderation: Gerda Görig und Johannes Wukowits |
| 14:40 - 15:20 | Kulturspezifische Aspekte der Medizin - Sterben und Tod im interkulturellen Kontext Univ.-Prof. DDr. Armin Prinz; Unit Ethnomedicine and International Health, Medizinische Universität Wien |
| 15:20 - 16:00 | Gesundheitspersonal in der Migration ,,Brain drain" und die Rolle von International Health in der globalen Migrationsforschung Mag. Dr. Ruth Kutalek; Unit Ethnomedicine and International Health, Medizinische Universität Wien |
| 16:00 - 16:20 | Pause |
| 16:20 - 17:00 | Health and Migration - the challenge to adapt to increasing ethno-cultural diversity Dr. Ursula Karl-Trummer, MSc; Zentrum für Migration und Gesundheit |
| 17:00 - 18:00 | PODIUMSDISKUSSION Migration im Gesundheitssystem - Herausforderungen und Probleme |
| 18:00 | SCHLUSSWORT
Gerda Görig, IPPNW |
Workshops
Workshops I
- Female genitale mutilation
- Gewaltfreie Kommunikation
- Medical Turkish
- IPPNW Workshop I: War and Health - Über die Zusammenhänge von Waffen, Aufrüstung, Krieg, Flucht, Migration und Gesundheit aus der Arbeit der IPPNW
- A bottom-up approach in promoting migrant-friendly healthcare - a role play
- Frauenspezifische Beratung für Migrantinnen - Die Arbeitsweise des Frauengesundheitszentrums FEM Süd
- World cafe. Gesundheit und Migration: Herausforderungen und Chancen NEU!
- Kardiovaskuläre prävention und KHK Risikobewusstein bei MigrantInnen NEU!
Workshops II
- Reconstruction of Virginity
- Gewaltfreie Kommunikation
- Medical Turkish
- IPPNW Workshop II: Nachhaltigkeit und Gesundheit
- Weibliche Genialverstümmelung - medizinische und psychosoziale Aspekte
- "Wieder heimisch werden in der Welt" - Überlegungen zur medizinischen und psychotherapeutischen Betreuung von Folter- und Kriegsüberlebenden
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