Frag nach, Denk nach

Was tue ich, wenn ich den Verdacht habe, dass meine Patientin Opfer häuslichen Gewalt ist? Was kann ich tun, wenn ich einem Obdachlosen ohne Krankenversicherung medizinische Hilfe leisten will? Wie kann ich Flüchtlinge behandeln, deren Sprache ich nicht spreche und deren Kultur ich nicht kenne?

Um Fragen wie diese zu beantworten und die Sensibilisierung gegenüber solch heikler Themen zu fördern, veranstaltet die AMSA regelmäßig “Frag nach, denk nach” Workshops für Studierende. Denn als Arzt bzw. Ärztin ist man manchmal mit Situationen konfrontiert, in denen man nicht weiß, wie man agieren soll – sei es aufgrund eines Mangels an Hintergrundwissen, der Unsicherheit über den Umgang mit bestimmten Patient_innengruppen oder einfach der Angst davor, etwas falsch zu machen.

Mit unseren Workshops bieten wir Studierenden die Chance, sich mit Themen auseinanderzusetzen, zu denen sie in ihrem Alltag selten Zugang haben; so zB mit Menschen zu reden, die die Flucht nach Europa hautnah miterlebt haben. Oder Menschen, denen aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht die gleichen Chancen geboten werden wie körperlich Gesunden. Beispiele der in den Workshops behandelten Themen sind:

  • Das Erleben der Flucht vor Verfolgung nach Europa und das Leben als Flüchtling in Österreich
  • Sexarbeit und Frauenhandel
  • Erkennen und Dokumentieren von Folterfolgen bei Flüchtlingen
  • Transkulturelle Unterschiede in der Medizin

 

Auch im kommenden Jahr werden wir wieder fleißig neue Workshops für unsere Mitstudierenden organisieren und versuchen, viele weitere Themenbereiche abzudecken!