Wir von der AMSA Innsbruck haben im Mai unsere erste Impfaktion für Flüchtlinge im Rahmen des Mentoring-Programms gestartet. Ziel dabei war es, den Asylbewerbern die Möglichkeit auf eine Grundimmunisierung zu gewährleisten. Da es sich in dieser Richtung um unser erstes Projekt handelt, haben wir in einem eher kleineren Flüchtlingsheim in der Graßmayrstraße 23b begonnen.

Von den Heimbewohnern beteiligten sich sieben Familien á 2-3 Personen, die alle aus Afghanistan stammen, an der Aktion. Dabei wurden sie von uns zur Landessanitätsdirektion begleitet und dort von Frau Dr. med. Anita Luckner-Hornischer geimpft.

An der Aktion nahmen acht AMSA-Mitglieder der Medizinischen Universität und Universität Innsbruck teil. Aufgeteilt haben wir uns in zwei Gruppen und jeder Familie wurde ein Student als Mentor zugeteilt.

Bereits ein paar Wochen zuvor wurde ein Vortrag zur Aufklärung über Impfungen (genaueres nachzulesen hier) für die Flüchtlinge gehalten, sodass wir beim Impftermin nur noch einmal die wichtigsten Fakten wiederholen mussten. Bei beiden Veranstaltungen wurden wir von einem Dolmetscher unterstützt.

Gemeinsam mit den Flüchtlingen füllten wir die für die Impfung notwendigen Papiere aus. Einige hatten teilweise schon Impfungen erhalten, jedoch war meist in Folge einer unvollständigen Dokumentation sowohl der letzte Zeitpunkt als auch der Impfstoff nicht bekannt. Zum Verständnis und zur nochmaligen Aufklärung über die jeweilige Impfung (MMR und 4-fach Impfung gegen Tetanus, Polio, Pertussis, Diphtherie) bekamen die Flüchtlinge Infoblätter auf Farsi.

Bis auf ein paar sprachliche Barrieren verlief die Aktion sehr erfolgreich. Bereits Anfang Juli wird es einen zweiten Termin geben, um die nächste Impfdosis zu verabreichen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Frau Luckner-Hornischer für die Bereitstellung der kostenlosen Impfungen und das Verabreichen der Impfungen sowie bei Frau Atanasova-Koller für die Organisation und die Begleitung während der Aktion bedanken.