GA: Tag 6 – Change the world or go home

07.März – Nach einer wilden Partynacht, 3 Stunden Schlaf und 3 Tassen Kaffee beim Frühstück war ich bereit, in den Tag zu starten. Dachte ich zumindest, bis mir nach dem ersten Bissen auffiel, dass sich die-von mir großzügig mit Nougatcreme übergossenen Nusstaschen als Spinattaschen entpuppten. Die Spinat-Nougat-Mischung war zwar nicht die Beste, sorgte aber gleich für Aufheiterung am Frühstückstisch.

Los ging es mit den Standing Commitee Sessions, in meinem Fall Medical Education. Hier diskutierten wir in Kleingruppen Probleme der medizinischen Ausbildung in verschiedenen Ländern, teilten Erfahrungen und suchten nach Lösungsansätzen. Danach gab es SCOME-Regulation-Wahlen, bei denen z.B. über Abänderungen des genauen Bewerbungs-Vorgangs für den SCOME-Regional Assistant ging und einige Formulierungen spezifiziert wurden. Durchaus sinnvolle Änderungen wurden vorgenommen, trotzdem sind oft lange Diskussionen nötig. Das Programm wäre noch weitergegangen, aber ich hatte mich an diesem Tag für eine Sightseeing Tour der Hauptstadt Valletta angemeldet, und nutzte meine einzige Chance ein bisschen mehr von Malta zu sehen.

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Valletta ist eine hübsche Stadt, die aus lauter kleinen gelblich-beigen Häusern bestand, deren Farbe mich an die berühmten Grazer „Ersties-Kittel“ erinnerte. Mit dem Unterschied, dass die Farbe den Häusern eindeutig besser stand.  Wir erfuhren etwas über die Geschichte Maltas und machten gefühlte 1000 Fotos, die das Nicht-Sightseeing der letzten Tage kompensieren sollten.

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Die letzte NMO hour verbrachten wir damit, unsere Eindrücke der Woche nochmal kurz Revue passieren zu lassen. Die meistgehörten Aussagen waren „ wir waren schon eine ziemlich coole Delegation!“ oder „ich bin mittlerweile echt sehr, sehr müde“, „bessere GA-Vorbereitung durch Delegationswochenende für nächstes Jahr wär super“, und Nachdenkpausen bedingt durch Müdigkeit. Danach erfüllten wir gewissenhaft unsere letzte Pflicht als Delegation indem wir unseren lieben Präsidenten Georg unfreiwillig im Hotel-Pool schwimmen gehen ließen. (Es war eher kalt- Georg ich hoff du bist nicht krank geworden?!)

Das anschließende Training war wirklich cool. Es ging um Advocacy und External Representation und wir lernten die Besonderheiten und Einzigartigkeit unseres Vereins kennen, wie wir diese nach außen gut präsentieren können und unsere Zusammenarbeit mit Universität, NGOs, Sponsoren und Studierenden verbessern können.

Es folgte die Plenary, die am letzten Abend etwas anders aussah als sonst: es gab Anträge für die Einführung eines NMOs für Einhörner, den offiziellen Leitspruch der IFMSA zu „Change the world or go home“ machen und vieles mehr, wobei der Großteil der Anträge leider nicht rechtzeitig abgestempelt wurde und somit nicht beschlussfähig war.

Die Abschlusszeremonie mit Tanz und Gesangs-Einlagen, feierlichen Reden, einem GA-Video, und vielem mehr, war ein schönes Ende der GA, die restliche Nacht wurde noch getanzt und gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Schlussendlich einigte man sich auch noch mit unserem Sitznachbarn in der Plenary – AMSA Australia – auf den friedlichen Flaggenaustausch, auf denen noch schnell stellvertretend für alle unterschrieben wurde.

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Ich kann kaum glauben wie schnell diese Tage vorbei gegangen sind, wie viele Leute man in so kurzer Zeit von überallher kennen lernt, wie cool es ist, so viele motivierte Menschen zu treffen. Ich bin dankbar, dabei gewesen zu sein und freu mich schon auf das nächste internationale Treffen!

Anna Hofer