GA: Tag 3 – Rock me Amadeus

 04.03., 07:00 Uhr: Mit nur 3 Stunden Schlaf wachten wir mit dem Status post „National Food and Drinks Party“ auf und begutachteten zuerst unsere Errungenschaften der letzten Nacht. Ausbeute: 15 „geliehene“ Flaggen anderer Länder, tausende Tattoos am ganzen Körper und Kopfweh.

Am Vormittag fanden wir uns wieder zusammen zu unseren individuellen Sessions. So ging es für uns beide zu den SCOPH – (Julia) und NMO Management (Theresa) – Meetings. In Public Health wurden „SCOPH Talks“ zu verschiedenen  Themen gehalten, wie Ebola, Mental Health, Übergewicht und Diabetes. Danach wurde in Small Working Groups diesbezüglich hitzig diskutiert und mögliche Probleme, sowie deren kreative und innovative Lösungsansätze ausgearbeitet. Gewaltfreie und nonverbale Kommunikation, sowie die Planung eines Postenwechsels mit effizienter Übergabe waren die zwei großen Themen der heutigen NMO Management Session. Andere Sessions  begannen den Tag mit zum erschöpften Zustand passenden Wake Up-Spielen. So wurden zum Beispiel in SCOPE die „Hungover Games“ bestritten.

Auch der Nachmittag bot ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedene Trainings und Policy Statement Discussions. Darauf folgte sogleich die Plenary. Dabei  finden sich alle 1300 General Assembly Teilnehmer aus 86 Ländern zusammen und im Bann dieser internationalen Stimmung gibt es das Gefühl Müdigkeit eindeutig nicht mehr. Gleich zu Beginn jeder Plenary wird die Anwesenheit der verschiedenen Länder abgefragt, indem eine Weltkarte auf den Bildschirm projiziert wird und jedes NMO einzeln aufgerufen wird, gefolgt von einem Roll Call – Ruf, besser gesagt ein oft unverständliches, aber euphorisches Gegröle. Wenn also AMSA – Austria aufgerufen wird, rufen wir laut „ROCK ME AMADEUS!“, um die Anwesenheit Österreichs zu unterstreichen.

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Die Plenary ist ein einzigartiges Erlebnis, das uns mit seiner Internationalität und Motivation aller Teilnehmer überzeugt hat. Mit 12 Uhr Mitternacht endete die Plenary und wir feierten Mariannes Geburtstag mit Gesängen, Kuchen und einer traditionellen Roomparty.

Theresa Dolejsi und Julia Grömer

GA: Tag 2 – Die Activities Fair und der brennende See

03.03., 07:30 Uhr: Der erste Wecker zerrt uns unsanft aus dem Schlaf und wir begeben uns nach der üblichen Morgenroutine in den großen Frühstückssaal. Einige unserer Delegierten finden es nach einer langen Opening Ceremony schwierig, sich bei dem rießigen Buffet zurechtzufinden.

Immer noch Donnerstag, 08:30 Uhr: Wir alle starten in die verschiedensten Sessions. In der SCOPE Session geht es nach einem kurzen Kennenlernen gleich weiter mit Themen über Global Health und technische Tipps und Tricks zum verwenden verschiedener Google Produkte (Teil unserer Kommunikationsplattform).

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In den Human Rights & Peace Sessions geht es nach dem Kennenlernen gleich ans Eingemachte: Ein External Speaker spricht mit uns über Extremismus und Radikalismus, und wir befassen uns mit der Rolle von Studierenden in der Prävention und Problemlösung.

13:00 Uhr: Mittagessen! Was gibt’s Gutes? Sandwiches, die wir in einem unserer Zimmer gemeinsam zu uns nehmen. Anschließend gehen wir gleich über zur NMO Hour – jeden Tag haben wir eine Stunde, um uns als AMSA zu besprechen, über verschiedene Dinge abzustimmen und den Zusammenhalt der Delegation zu stärken 😉

Pause? Überbewertet – es geht anschließend gleich weiter zu den Small Working Groups. Strategic Planing, NMO Collaboration, Rural Health, HPV Vaccination…das Angebot ist groß, und wir hätten uns gewünscht, mehr als eine Stunde Zeit zu haben, um uns in die Thematik zu vertiefen! Nach der Regional Session, in der sich alles um die Arbeit auf europäischer Ebene dreht, startet eines der inspirierendsten Events der GA: die Activities Fair! Hier hat jedes Land die Möglichkeit, Projekte vorzustellen, und durch die Fair schlendernd bekommt man viel Motivation und Lust, neue Projekte in seiner eigenen NMO aufzubauen.

Gut, dass wir uns schon in unsere Tracht geschmissen haben: Denn jetzt geht der Spaß erst richtig los – die National Food and Drinks Party steht an! Dort gibt es Spezialitäten aus der ganzen Welt, und jedes Land zeigt sich von seiner besten Seite. Außer Österreich, denn wir fackeln Mozartkugeln ab und sorgen mit einem brennenden See aus Stroh 80 für Entertainment (Absicht? Nicht unbedingt…)

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4:00 Uhr: Trotzdem geht alles gut aus. Mit 15 ausgeborgten Flaggen, vollen Bäuchen und unverletzt kommen wir schließlich im Hotel an und fallen in unsere weichen Betten. Juhu, 3 Stunden Schlaf! Das muss reichen, denn wer feiern kann, muss auch pünktlich zu den Sessions am nächsten Tag kommen…

Marianne Graninger und Julian Dorner (officially voted best GA Buddies)

GA: Tag 1 – Auf zum Mainevent

Es ist 05:30 Uhr morgens und ich wache schon vor dem  Läuten des Weckers auf – es ist der erste Tag der GA und ich fahre mit großer Vorfreude und Aufregung zum Flughafen. Nach einem kurzen Flug von Graz nach Frankfurt treffe ich dort auf drei weitere Delegationsmitglieder aus Wien und Hugo, unserem Maskottchen.  Schon langsam füllt sich der Gate mit Medizinstudierenden aus der ganzen Welt und  im Flieger nach Malta werden neue Bekanntschaften geknüpft.

Am Flughafen in Malta treffen wir dann auf den weiteren Teil unsere Delegation und auch der Bus zu unserem Hotel ist schon bald da, sodass wir schließlich bei der GA ankommen. Dort werden wir von den restlichen Delegationsmitgliedern erwartet und bis auf Anna sind auch schon fast alle da.

Nach einer kurzen Stärkung bei der nächstgelegenen Döner-Bude, einem kurzem Zwischenstopp bei der ersten Plenary und einer kurzem Powernap, treffen wir uns schon um 19 Uhr tip-top gestylt in Abendrobe. Plötzlich taucht auch Anna, unser letzes Delegationsmitglied, auf. Wir sind nun komplett und nach einem schnellen Drink an der Hotelbar und dem obligatorischen NMO-Foto machen wir uns mit dem Shuttlebus auf dem Weg zur fancy Locaction der Opening Ceremony.

Dort angelnagt und fasziniert von den schönen Arkaden, werden wir schon mit Wein und kleinen Häppchen begrüßt. Alte Bekannte werden begrüßt, umarmt oder,  je nach Bekanntschaftsgrad, geknuddelt  und neue Bekanntschaften werden gemacht.  Dann beginnt  auch der offizielle Part,  neben der offiziellen Begrüßung durch  die Präsidentin von Malta und dem Gesundheitsminister und dem OC gibt es auch einen musikalischen Akt.

Doch die Nacht endet hier noch lange nicht, danach geht es in die Location nebenan, wo fast alle unsere Delegation bis spät in die Nacht das Tanzbein schwingen.

Nach der Busfahrt zurück in unser Hotel, fallen wir alle übermüdet, aber froh, dass die GA endlich begonnen hat,  in unser Bett. Am nächsten Tag fangen schon unsere Sessions um 08:30 Uhr  an und viel Schlaf bleibt uns nicht mehr, aber daran müssen wir uns gewöhnen.

Dino Mehic

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preGA: Tag 4 – Sleep, Eat, Rave, Repeat

Mit dröhnenden Kopf geht es nach einem schnellen Frühstück zu den Sessions von TNET (Training New Exchange Trainers). Zum Glück hat die Open Bar von letzter Nacht auch auf den Gesichtern der anderen deutliche Spuren hinterlassen, vor allem wenn man die ganze Nacht am Dixiklo geschlafen hat…aber keine Sorge! Das war niemand von der österreichischen Delegation…wir sind alle sehr professionell 😉 Jammern gibt’s aber nicht, denn wer feiert, kann auch zu den Sessions 😉 Aber auch die Trainer_innen sind nicht darauf aus, über komplizierte Sachen zu sprechen und so ging es hauptsächlich um Konfliktmanagement und Presentation Skills, was wir anhand praktischer Beispiele erarbeitet haben.

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Die Zeit vergeht wie im Flug und dann ist es auch schon Zeit für unser letztes gemeinsames Mittagessen. Noch schnell ein Gruppenfoto und dann geht es auch schon zu den Nachmittagssessions, wo wir einen Vortrag über Global Health anhören. Es ist super spannend zu hören, wie viel Einfluss der Austausch eigentlich auf das Verständnis für Global Health zu tun hat. Als Mitglied vom Austausch fühlt man sich oft wie eine unbezahlte Sekretärin, aber zu hören, wie sehr die Student_innen vom Austausch profitieren, motiviert einen sich noch mehr zu engagieren. Auch der Nachmittag vergeht sehr schnell und die Zeit des Abschieds kommt immer näher, da nicht alle bei der folgenden General Assembly dabei sein können. Nach einer letzten Feedbackrunde gehen drei unvergessliche Tage zu Ende, wo ich super tolle Menschen kennen lernen durfte und so viel lernen durfte. Nach dem Abendessen, bei dem es Live Musik gibt, beginnt die Closening Cermony.

In Erinnerung blieb ein Video mit dem Titel „Future Generation“. Es handelt davon wie wir unsere Welt immer mehr durch Ignoranz und Umweltverschmutzung zerstören. Die Grundessenz ist, dass es aber nicht zu spät ist, noch immer etwas daran zu ändern. Auch wenn das Video etwas zu emotional ist, ist es wirklich gut und überzeugend gemacht und regt hoffentlich viele Menschen dazu an, sich nicht einfach mit der Situation abzufinden, sondern endlich verstehen, dass WIR etwas ändern müssen. Um halb zehn endet dann auch die Ceremony und es geht ab zum krönenden Abschluss: „Sleep, Eat, Rave, Repeat“. Wie das so war, das hört ihr morgen….falls wir nicht verschlafen 😉

Alia Ghazzawi

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preGA: Tag 3 – Unruhige See

Der heutige Tag begann wie der Tag zuvor mit einem ausgezeichneten Frühstück: Frisches Obst, warme Croissants, Cornflakes, Omeletts etc. Sie hatten alles was das Herz (oder der Magen) begehrt.

Gestärkt begannen wir die „Sessions“ des Tages. Allerdings war das schwieriger als erwartet. Abermals wurde unsere preGA Gruppe (International Disaster Medicine) in den großen Versammlungssaal gesetzt: Die schlechte Akustik, das Fehlen von Fenstern und der viel zu helle Präsentationscreen machten diesen Raum ziemlich ungeeignet für Workshops. Doch heute sollte er noch etwas schlimmer sein: die Lautsprecher fielen aus (keine Möglichkeit mitgebrachte Filmausschnitte abzuspielen) aber gaben dafür ein lautes unangenehmes pfeif Geräusch von sich. Nach 2 Stunden wechselten wir zum Glück in einen anderen Raum. Diesen Vormittag besprachen wir Themen wie Community Awareness und Health Issues in Disasters.

Den ganzen Vormittag über war die Stimmung gut aber alle waren ein wenig aufgeregt wegen des Nachmittags. Auf dem Programm stand die lang erwartete live Simulation mit Ärzten des „Mother Day Hospital“, dem maltesischen Rotem Kreuz und 70 Freiwilligen (die meisten von ihnen maltesische Medizinstudenten).

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Das Szenario war wie folgt: Ein Feuer bricht im Maschinenraum eines Kreuzfahrtschiffes aus. Das Feuer kann schnell gelöscht werden aber all der Treibstoff wurde aufgebraucht. Das Schiff treibt nun, nur noch mit Notstrom betrieben, auf dem Mittelmeer. Behörden wurde kontaktiert und es wurde beschlossen, dass es am sinnvollsten ist das Schiff (mit Hilfe von anderen Booten) an das nächstliegende Land zu ziehen: Malta. Allerdings dauert dies 3 Tage und es gibt kaum noch Trinkwasser oder medizinische Versorgung auf dem Schiff. Auch alle Heizsysteme sind ausgefallen.

Um 15uhr fuhren wir mit einem eigenen Bus zum Schauplatz, dort erwartete uns eine atemberaubende Kulisse. Vor einer Klippe wurde ein ganzes Notlager aufgebaut mit Zelten, Kommando Zentrale, Notstromgeneratoren und Flutlichtern. Wir wurde sogleich „gebrieft“, bekamen unsere Schutzwesten und wurden in 5 Teams aufgeteilt. Team 1 wurde an den Anlegeplatz des Schiffes beordert. Dort warteten 70 Patienten die nach Priorität aufgeteilt und transportfähig gemacht werden sollten. Von dort wurden sie mit Ambulanzen zum Eingang des Notlagers (ca. 5 min entfernt) versetzt, wo Team 2 auf sie wartete. Dieses Team hatte nun die Aufgabe die Patienten nochmal zu beurteilte und mit Tragen zum richtigen Behandlungszelt zu befördern. Team 3, Team 4 und Team 5 wurde auf die verschiedenen Behandlungszelte aufgeteilt:  Priorität 1 (Muss sofort behandelt werden), Priorität 2 (Kann auf Behandlung warten) und Priorität 3 (Nur leichte Verletzungen).

Leider hatten Team 4 und 5 nicht besonders viel zu tun, während Team 1 und 2 voll beschäftigt war. Dazu kam noch, dass ein ziemlich starker Wind gegangen ist und wir sehr gefroren haben.

Um 21:00 kamen wir zum Hotel zurück, hatten Zeit etwas zu essen und machten uns dann fertig für die Open-Bar Party. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass ich den ganzen Tag über meine Geldtasche nicht bei mir hatte. Als ich sie auch am Hotelzimmer nicht finden konnte wurde mir klar, dass ich sie verloren haben musste. Meine Partystimmung war verflogen, da sich meine Eintrittskarte für die Party in der Geldtasche hatte. Ich beschloss heute etwas früher ins Bett zu gehen um ein wenig Schlaf nachzuholen.

Trotz allem, war es ein erlebnisreicher und aufregender Tag.

Leonard Coulibaly

 

preGA: Tag 2 – Die ersten Sessions

28.02.2016, 07:15 Der Wecker läutet. Während Leo sich im Bad fertig macht, bleibe ich noch ein paar Minuten liegen. Die Vorfreude auf die erste Session der pre-GA erleichtert es mir dann doch irgendwie das Bett zu verlassen und um 08:00 Uhr steht auch schon Sabi vor der Tür und wir gehen gemeinsam zum Frühstück. Wow – ab morgen wird das Aufstehen noch viel leichter, denn jetzt weiß ich was für ein riesiges Frühstücksbuffet mich erwartet (die Croissants und Nutella, die unter eine Wärmelampe warm bzw. flüssig gehalten werden, waren mein Favorit, hatte aber noch nicht die Gelegenheit mich durch alles was es gibt durchzukosten)!

In den kommenden 3 Tagen werde ich einen Workshop zum Thema „Global Health and Health Budget Prioritization” besuchen. Der Vormittag heute war gefüllt mit dem Kennenlernen der anderen Teilnehmer_innen (aus Dänemark, Norwegen, Kanada, Taiwan, Türkei…) und einer Einführung in das, was uns die nächsten Tage erwartet. Nach einer spannenden und intensiven ersten Session haben wir zu Mittag gemeinsam in der Sonne unseren Lunch gegessen.

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Erschreckende Fakten (1 Mrd. Menschen sieht zeit ihres Lebens keinen einzigen Healthworker i.e. Arzt, Krankenschwester, Hebamme, etc.) und inspirierende Videos füllen die Einheit am Nachmittag. Obwohl ich eigentlich komplett übermüdet von 2 Nächten ohne viel Schlaf war, ist die Motivation der IFMSA People mal wieder so ansteckend, dass die Stunden wie im Flug vergehen. Auch das Buffet zum Abendessen hatte mehr Auswahl als in meinem Bauch Platz hatte und der Wein zum selber Nachfüllen ist eine gute Voraussetzung für einen lustigen Abend 🙂 Eigentlich wollten wir danach nur schnell für einen kurzen Powernap aufs Zimmer und dann zum Social Programm, doch gerade haben zwei Libanesen an unserer Tür geklopft – denen hat wohl irgendeine eine Amsel gezwitschert, dass in Zimmer 441 heute Roomparty ist 😉 …Wir waren nicht ganz unglücklich, dass sich diese dann in Zimmer 262 verschoben hat, von wo aus wir alle gemeinsam in einen Club in der Nähe des Hotels gegangen sind. Am Weg konnte ich meine Hindi-Kenntnisse etwas erweitern und dann zu YMCA und Justin Bieber ein bisschen aufgestaute Energien rauslassen. Um kurz vor drei endet dieser aufregende erste Tag mit so viel neuem Wissen, neuen Gesichtern und Eindrücken. Es wird Zeit für ein paar Stunden Schlaf bevor wieder um 07:15 der Wecker läutet.

Ruth Hoffmann

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 preGA: Tag 1 – Wiedersehen macht Freu(n)de

27.02.16 – Die Reise beginnt in München um 5.30 Uhr, denn der Wecker klingelt und es ist einer der seltenen Tage, bei denen ich kein Snooze drücken muss. Obwohl ich nur drei Stunden geschlafen habe bin ich hellwach und bereite mich für die Abreise vor. Noch einmal mit dem Hund knuddeln und dann geht’s los Richtung Flughafen.

Am Gate angekommen warte ich auf Ruth und Alia, die sich zu dem Zeitpunkt jeweils in einem Flieger aus Wien und Graz befinden. Wir haben uns nach kurzer Wartezeit gefunden und haben sofort viele Gesprächsthemen rund um die preGA. Es ist mittlerweile 8.30 Uhr und Boarding Time für unseren Flug nach Malta. Der Flieger scheint voll zu sein und vereinzelt sind Teilnehmer der preGA zu erkennen. Nach zwei Stunden Flugzeit befinden wir uns endlich im Landeanflug – Malta, wir sind da!

Wir wurden herzlich begrüßt am Ausgang vom Securitybereich und gleichzeitig wurde uns mitgeteilt, dass wir eine Stunde auf den Bus warten müssen. In der Zwischenzeit haben wir neue Bekanntschaften aus Indien, Katalonien, China und Niederlande gemacht. Um ca. 13.45 Uhr kam dann der Bus und fuhr uns 30 Minuten quer durch die Insel nach St. Paul il-Bahar, zu unserem 4 Sterne Spa-Hotel. Dort angekommen müssen wir uns nun der Registrierung stellen: jeder bekommt ein Namensschild, Armband, Welcome-Package, Infos über die Partys und schließlich die Schlüsseln zu den unglaublich schönen, großen Zimmern, mit Meerblick!

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Wir werfen unsere Sachen rein, markieren unsere Betten und schnappen uns den Leo um zusammen Essen zu gehen, denn wir sind am verhungern! Gleich um die Ecke hat uns der Georg einen Imbiss empfohlen und nach dem Chicken-Wrap ging es weiter in den Supermarkt um Getränke für den Abend zu besorgen. Mittlerweile ist es 18 Uhr, Alia macht einen Powernap und ich warte darauf mich endlich fertig machen zu können für die Opening-Ceremony!

Wir treffen die Anderen, alle in Abendgarderobe, in einem großen Saal und die Ceremony beginnt mit einem Film von der Natur von Malta. Darauf folgt die Vorstellung des OCs, IFMSA Präsidenten und allen Workshop Koordinator_innen. Als krönenden Abschluss tritt eine Live Band, ein Chor und eine HipHop Gruppe auf und performen einen tollen Auftritt.

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Im Anschluss fahren wir nach Valetta in eine kleine Höhle, alias Club, in der eine Live Band nur für uns gespielt hat. Dabei haben wir viele weitere Teilnehmer kennengelernt, aus der Schweiz, Deutschland, Thailand, Estland, etc. Die Musik war, um die Vanessa zu zitieren: „meine Fresse!“. Dies lasse ich jetzt mal so stehen. (; Mit einem kleinen Adventure (zwar nicht schneller, aber zumindest mit mehr Leuten im Taxi als die Polizei erlaubt) ging es zurück ins Hotel, wo auch Georg wieder zu stieß. Dort angekommen veranstalten wir noch eine kleine österreichische Roomparty bevor es vor 8 zum frühstücken geht. In dem Sinne gute Nacht. <3

Sabina Cengic

preGA: Tag 0 – Malta wir kommen

26.02.2016 – Meine Reise hatte eigentlich schon gestern begonnen. Pünktlichst um 17:45 Uhr konnte ich mich in Graz in den Zug setzen. Die Betonung liegt auf pünktlichst. Auch wenn das Ticket schon lange gekauft war, schaffte ich es wieder einmal jede Minute auszukosten und mir ja keinen Spielraum zu gönnen. Immerhin ging sich der provisorische McDonalds Einkauf aus, der mir somit die erste Mahlzeit an diesem Tag bescherte.

Dementsprechend gut gelaunt verbrachte ich die Zeit im Zug, nebenbei an ein paar Kleinigkeiten arbeitend. Stress hatte ich keinen, immerhin hatte ich insgesamt 8 Stunden Zug fahren vor mir. Aber keine Sorge, das mit dem Stress änderte sich noch Früh genug. Nachdem ich in Salzburg fahrplanmäßig eine Stunde auf meinen Anschluss warten musste, ließ sich der Zug zwischen Salzburg und München übermäßig viel Zeit. Soviel, dass das mit dem Anschluss zum Flughafen nichts mehr werden konnte. Ich hatte ein Sparschiene Ticket – na toll. Kurz zusammengefasst, 3 Stunden später (mittlerweile 4 Uhr morgens), eine verpasste Station, leicht entnervt, glücklicherweise aber doch nicht aufzahlend, kam ich dann schlussendlich doch noch am Münchner Flughafen an. Eine mögliche Schlafstelle, besonders um die Uhrzeit und dem Müdigkeitslevel, war schnell gefunden.

09:00 Uhr – Leicht verpeilt, mit morgendliche mieser Stimmung und der Erkenntnis, dass die Bank beim Schlafen gehen gemütlicher ausgehen hat, als sie anscheinend war, kramte ich mein Handy hervor. Immerhin wollte Leo, der aus Innsbruck anreiste um 9 Uhr da sein. Trotz unbegrenzten freien WLAN und demselben Standort, dauerte es bis 11:30 Uhr bis wir uns tatsächlich getroffen haben. Sichtlich entspannt, hat auch er einen Platz zum schlafen gefunden, direkt am Gate und eindeutig ergonomischer als ich das tat.

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Da wir jetzt mittlerweile auch einen AMSA Snapchat Account haben (amsa_austria) kämpften wir noch mit der widerspenstigen App (wir sind uns sicher es lag an Snapchat und nicht an uns) bevor dann pünktlich den Flieger betreten konnten. Das wir nicht neben einander sitzen konnten, war auch nur halb so schlimm, die passende Beschäftigung war schnell gefunden. Und ja, es war wieder einmal schlafen. Ich finde das aber auch gerechtfertigt, immerhin stehen uns 12 Tage von chronischem Schlafmangel bevor.

15.00 Uhr –  In Malta gelandet, dauerte es auch nicht lange bis wir den ersten Kolleg_innen der IFMSA über den Weg gelaufen sind. Neben zwei fröhlichen Gesichtern aus Taiwan, trafen wir auch gleich im Anschluss Andrej (SLO) und Nissa (DEN) mit denen ich die Ehre habe, den Training New Trainers Workshop die nächsten 4 Tage zu trainern.

Bei angenehmen Temperaturen um die 20°C bestand der restliche Nachmittag aus einer 1,5 stündigen Busfahrt (eigentlich müssten wir bereits 3 Runden um die Insel gedreht haben), dem dringenden Bedarf von Nahrungszufuhr inklusive dem ersten kulinarischen Kennen lernen von Malta (es wurde Kebab) und dem Vorbereiten der Workshops (zu diesem Zeitpunkt leider nur zu zweit, da Nissa eine Stunde entfernt untergebracht ist). Letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt war ich glaube ich bereits Teil der ersten Roomparty, davon konnte heute keine Rede sein. Morgen früh geht es dann weiter, wenn wir dann zu dritt die letzten Vorbereitungen treffen und noch einmal alles durchbesprechen. Ich freu mich, auch wenn es aus dem letzten Absatz vielleicht nicht ganz ersichtlich war, doch schon unheimlich auf diese Herausforderung.

Unglaublich wie viel Text man aus einem gar nicht so ereignisreichen Tag herausholen kann – damit lass ich es jetzt aber auch gut sein! Ab morgen wird es auch spannender, versprochen 😉

Georg Schwarzl

Transnational Meeting Amsterdam

27 – 29 November 2015

Theresa und Georg

Bereits Donnerstag Abend startete für Theresa und mich die Reise in die Niederlande. Pünktlich um 21:20Uhr landete unser Flugzeug am „The Hague“ Airport in Rotterdam. Glücklicherweise mussten wir von dort nur eine kurze Strecke (in etwa 30min) auf uns nehmen um zu unserer mittlerweile mehr als nur lieb gewonnen Lisa zu gelangen, die uns freundlicher Weise nicht nur Donnerstag, sondern schlussendlich auch noch Sonntag beherbergte. Nach einem kurzen frisch machen, machten wir uns zu dritt noch einen gemütlichen Abend bei holländischem Bier und Keksen. Am nächsten Vormittag (1,5 Stunden später als geplant) ging es dann mit dem Auto Richtung Amsterdam, wo wir dann auch schon einen Teil der anderen trafen um im Anschluss gemütlich essen zu gehen. Nach einem kurzen Spaziergang durch Amsterdam ging es dann aber auch schon zur Unterkunft.

Schahrouz

Mit großer Vorfreude ging es Freitagabend nach der Uni zum Flughafen, um zu Georg und Theresa und den anderen NMOs (National Member Organisation) dazu zu stoßen. Vertreten waren neben der AMSA die bvmd (Deutschland), ANEMF (Frankreich), IMCC (Dänemark), swimsa (Schweiz), ALEM (Luxemburg) und IFMSA-NL (Niederlande). Der Sinn dieser Veranstaltung war, einen bequemen Rahmen für Wissens- und Erfahrungsaustausch zu bieten und ein Kennenlernen zwischen den benachbarten National Boards zu ermöglichen. In Rotterdam angekommen nahm ich den nächsten Intercity-Zug nach Amsterdam. Von dort an war die nächste Herausforderung, den richtigen Nightline-Bus zur Venue zu finden. Nach ewiger Herumfragerei kam ich schließlich komplett nass vom Regen, hungrig und müde um 2 Uhr früh am Veranstaltungsort „Scouting De Teil“ an. Aber hey, ich hab’s immerhin geschafft!

Ab jetzt vereint

Am Morgen ging es nach dem Frühstück gleich los mit den „Leadership structure explanations“, wo jede NMO seine Führungsstruktur erklärte. Dann ging es weiter mit den „Masterclasses“, wo es darum ging, dass jede NMO ein Thema vorstellt, indem sie viel Expertise hat. Die AMSA präsentierte etwas zu „Corporate Identity and Homepage“. Die Themen der anderen waren zum Beispiel „Policy Statements“, „Strategic Planning“, „PR & External Communication“ und „Information and Networking students worldwide”.

Nach dem Mittagessen und einem kleinen Spaziergang durch die schönen Wälder von Amstelveen – einem Vorort von Amsterdam – haben wir untereinander Finanz- und Fundraising Strategien ausgetauscht. Danach haben wir die Schwierigkeiten bzw. die Herausforderungen, die uns während der Vereinsarbeit begegnen, miteinander diskutiert. Den Abend haben wir mit Kaminfeuer und einem Pub-Quiz gemütlich ausklingen lassen.

Am Sonntag gab es ein spannendes Advocacy-Training von Stijntje Dijk, der derzeitigen IFMSA Liaison Officer for Medical Education Issues. Darauf folgten ein „Position specific meeting“ und eine Diskussion zu den verschiedenen Strukturen der NGAs (National General Assembly).

Nach dem Putzen und Aufräumen machten wir zum Abschluss eine kleine Stadttour durch Amsterdam, verspeisten einen leckeren Brownie und Pancakes, und genossen den „Borrel“ mit den Niederländern.

Fazit

Alles in allem war es ein sehr schönes Wochenende. Ich habe viele Erfahrungen und Tipps mitgenommen und auch gemerkt, dass wir eigentlich viele Ähnlichkeiten mit den anderen Ländern haben. Amsterdam selbst war mit seinen niedlichen „Grachten“ und Sehenswürdigkeiten wirklich einen Besuch wert!

Schahrouz

Das Transnational Meeting in Amsterdam, organisiert von Laura und Roos von IFMSA-NL, war ein sehr gelungenes Treffen, das den Austausch der Vorstandsmitgliedern verschiedener Länder zum Ziel hatte und damit unser Bedürfnis nach Input zu Beginn unseres Terms optimal traf.

Zahlreiche Diskussion zu Themen wie Generalversammlung, Budget, Delegationsauswahl et cetera haben uns neue Ideen für unsere Strukturierung und Prioritätensetzung gegeben. Der Vergleich mit den verschiedenen NMOs (National Member Organisations) zeigte neue Wege, vor allem bezüglich der Art & Anzahl nationaler Treffen, nach welchen ich als VPI natürlich ständig Ausschau halte.

Neben der Produktivität dieses Meetings habe ich mindestens genauso sehr die Gesellschaft unserer werten Kolleg_innen bei gemütlichen/lustigen Abenden genossen. Viele Ideen, neue Freundschaften & sowie der IFMSA-Spirit lassen mich voller Motivation in den Dezember starten!

Theresa

Ich konnte von diesem Wochenende unheimlich viel nach Hause mitnehmen. Es ist immer wieder inspirierend von anderen Ländern zu hören und zu lernen. Wie unsere Schweizer Kolleg_innen es so schön beschrieben haben, die typische Übermotivationsdepression – extrem viel neuer Input, gleichzeitig aber das Wissen, das nie alles umsetzen zu können. Aber da heißt es wohl einmal zu priorisieren und die wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen so schnell wie möglich umzusetzen und nicht lange zu zögern. Für mich persönlich war es auf alle Fälle sehr hilfreich schon einige Kolleg_innen zu treffen, die schon sehr bald mit mir in der President Session sitzen werden, ich also nicht nur auf neue Gesichter treffe. Besonders gefreut hat mich natürlich auch die erneute Zusammenkunft der TROIKA, auch bekannt als IFMSA Zentraleuropa. Mit dem Leitspruch #changetheworldorgohome wird man wohl noch öfter etwas von der Schweiz-Deutsch-Österreichischen Achse zu hören bekommen.

AMSA meets bvmd

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MV_München2Am 29. Oktober machten wir uns auf die Mitgliederversammlung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) zu besuchen. Wir, damit sind gemeint unser Präsident Georg, seine beiden Vize Theresa und Johannes, Sabina aus Salzburg und um alle Local Committees zu vertreten lies sich sogar noch kurzfristig Theresa (Local President IBK) dazu überreden mit zu kommen.

Über die Zwischenstation Salzburg, wo wir noch kurzerhand Carina überrumpelten doch die Zeit mit uns noch zu verbringen solange wir warten, kam die Vorstandsfraktion letztendlich in München an um sich den Weg zur Anmeldung durchzubahnen. Dort angekommen wurden wir eifrig von unseren Bekannten und Freunden, nicht nur aus der bvmd sondern auch von der ifmsa-NL, begrüßt. Mit Letzteren haben wir direkt ein München Stadttourteam gebildet um Münchens Sehenswürdigkeiten bei Nacht besichtigen zu können.
Am Samstag fand dann die eigentliche Versammlung statt. Jiji, VPE der bvmd, stellte uns ganz offiziell vor dem Plenum vor und anschließend ging es auch schon los. Nachdem der erste Plenaryteil fertig war trennte man sich auf in die AG Sessions, wobei in diesem Falle AG das Äquivalent zu unseren Standing Committees ist.

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Um einen kleinen Einblick in die verschiedenen Sessions zu bekommen wurde ich von Thuong herumgeführt, doch letztendlich blieben wir bei der AG Public Health stecken, da es um das Spannende Thema ‘Zucker’ ging. Gemeint war damit nicht nur Zucker sondern generell eine gesunde Ernährungsweise, Einflussnahme auf das Kaufverhalten, sowie spezielle Kennzeichnungen auf Produkten. Als die Diskussion sich dahin bewegte man müsse schon sehr früh mit Aufklärungsarbeit beginnen, man habe nur noch keine Idee und kein Konzept, da konnte ich sofort unser tolles Aufklärungsprogramm Grips statt Chips vorstellen, welches unsere deutschen Kolleg_innen offensichtlich noch nicht kannten.

Nach den AG Sessions wurde in der Plenary mit Anträgen weiter gemacht, woraus interessante, aber dennoch auch sehr souverän geleitete Diskussionen entstanden. Am Ende jener kam dann der versprochene Fototermin und die anschließende Verabschiedung gegen 20:00Uhr, da wir nicht zu spät in der Nacht fahren wollten.

MV_München3Es war schön einen (erneuten) Einblick in die tolle Arbeit der bvmd zu bekommen, neue Freundschaften zu knüpfen, alte aufzufrischen und auch ein paar Ideen für die eigene Generalversammlung zu erhalten und damit ist nicht nur der Gossip Projektor gemeint, welcher immer wieder für Lacher sorgte. Daher vielen lieben Dank an die bvmd für die Einladung und gleichsam eine Einladung zu unserer Generalversammlung im März in Innsbruck!