Universities Allied for Essential Medicines

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Access to Medicine Week

In der Woche vom 2. – 6. November 2015 laden UAEM (Universities Allied for Essential Medicines) und Ärzte ohne Grenzen/Médecins sans Frontières (MSF) zur zweiten „Access to Medicines – Week“. In dieser Woche gibt es europaweit unter dem Motto “MAKE MEDICINES FOR PEOPLE NOT FOR PROFIT” Aktionen, Vorträge und Diskussionen, die sich mit dem Thema Zugang zu Medizin und Medikamenten aber auch der Erforschung von vernachlässigten Krankheiten befassen und über mögliche Lösungen für die bestehenden Problematiken informieren.

Weltweit ist jeder 7. Mensch von einer vernachlässigten Krankheit wie Chagas oder der Schlafkrankheit betroffen, trotzdem wird kaum Geld in die Forschung für solche Erkrankungen investiert. Die betroffenen Menschen stellen keine profitable Zielgruppe für pharmazeutische Unternehmen dar. Außerdem haben immer mehr Menschen auf der Welt oft keinen Zugang zu wichtigen Medikamenten, da sie zu teuer sind.

Der Fokus der diesjährigen “Access to Medicines – Week” liegt deshalb auf dem “Research and Development Agreement”. Dieses Agreement ist ein Vorschlag, wie man neue Anreize für Forschung schaffen und gleichzeitig die entwickelten Medikamente auch bezahlbar machen kann. Dies bietet die Chance, das momentane System nicht nur zu verbessern, sondern grundlegend zu verändern. Die WHO und ihre Mitgliedsstaaten (auch Österreich) haben im Frühjahr 2016 die Möglichkeit, ein solches Agreement durchzusetzen!

In GRAZ, INNSBRUCK und WIEN präsentieren wir den Film “LITTLE PHARMA” von Gérard Lafont.

Diese Dokumentation beschreibt den Fortschritt durch neue Initiativen (v.a. Product Development Partnerships) in der Forschung und Entwicklung für vernachlässigte Krankheiten. Durch Non-Profit-Zusammenschlüsse konnten in der Entwicklung einer neuen Meningitis-Impfung, eines Diagnosetests für Tuberkulose und neuer Medikamente für die Schlafkrankheit und die Chagas-Krankheit riesige Fortschritte erzielt werden.

GRAZ:

https://www.facebook.com/events/452185891648293/
Wann: 04.11.2015 18.30 Uhr
Wo: Vorklinik, HS 07.02 – Harrachgasse 21, 8010 Graz

Im Anschluss gibt es einen Erfahrungsbericht von Dr. Georg Schreyer, Allgemeinmediziner von Ärzte ohne Grenzen, der mit uns seine Erfahrungen zum Thema Schlafkrankheit teilen wird.

INNSBRUCK:

https://www.facebook.com/events/1087135694632584/
Wann: 05.11.2015 18.30 Uhr
Wo: Großer Hörsaal, Medizinzentrum Anichstraße

WIEN:

https://www.facebook.com/events/854689887977994/
Wann: 03.11.2015 18.30 Uhr
Wo: Hörsaal A, Am Südgarten, AKH, Währinger Gürtel 18-20

Im Anschluss gibt es einen Vortrag von Dr. Florian Breitenecker, Allgemeinmediziner und HIV-Experte von Ärzte ohne Grenzen, der mit uns seine Erfahrungen zu vernachlässigten Krankheiten und insbesondere Tuberkulose teilen wird.

Was ist UAEM?

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Die Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) ist eine Initiative von Studierenden und Forschern verschiedener Fachrichtungen, die sich dafür einsetzt, einkommensschwachen Ländern den Zugang zu essentieller medizinischer Behandlung zu erleichtern, sowie Forschung für vernachlässigte Krankheiten zu intensivieren.

Die UAEM Österreich als Projekt der AMSA ist Bestandteil eines internationalen Netzwerkes mit fast hundert Lokalgruppen an Universitäten auf der ganzen Welt.

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Das Problem

  • 10 Millionen Menschen sterben nach Schätzungen der WHO weltweit jährlich an Krankheiten, die mit Medikamenten behandelbar wären. Betroffen von dieser Versorgungslücke sind vor allem Menschen aus Entwicklungs- und Schwellenländern.
  • Die Gründe für dieses Problem sind beispielsweise fehlende Forschung für so genannte „vernachlässigte Krankheiten“ mangels finanziellen Anreizes und die Einstellung der Produktion von profitschwachen Medikamenten („research gap“).
  • Außerdem bilden zu hohe Preise ein häufiges Hindernis für den Zugang neuerer Medikamente, da Patente für langjährige Monopole der Hersteller sorgen („access gap“).

Vereinsziele

  1. Pharmazeutika und medizinische Innovationen, die auf Ergebnissen öffentlich finanzierter Forschung beruhen, müssen allen Menschen zugänglich sein. Öffentliche Universitäten müssen die privatwirtschaftliche Nutzung ihrer patentierten Erfindungen an Bedingungen knüpfen, die auch ärmeren Patienten eine Behandlung ermöglichen. Diese Bedingungen müssen in gerechten Lizenzen vertraglich geregelt sein.Völkerverständigung durch Respekt für die unterschiedlichen Werte und Gesellschaftssysteme.
  2. Forschung zu vernachlässigten Krankheiten (z.B. Chagas, Dengue Fieber oder Schlafkrankheit), die vor allem arme Menschen betreffen, muss an öffentlichen Forschungseinrichtungen einen höheren Stellenwert erreichen.
  3. Forschungsergebnisse müssen stärker nach ihrer Bedeutung für die Allgemeinheit bewertet werden. Überlebenswichtige Medikamente müssen eine höhere Forschungspriorität erhalten als Lifestyle-Produkte.

Ansprechperson

Marianne Graninger
National UAEM Coordinator
uaem@amsa.at